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| 10. oktober |
Was war das für eine Saison 2011!
Höhen und Tiefen - so nah beieinander.
Nach einer mehr oder weniger unkontrollierten Vorbereitung mit mehreren Sechstagerennen, einem Trainingslager und viel individuellem Training,
ging es mit dem Team NSP im März 2011 nach Frankreich:
Tour de Normandie und gleich mein erster Sieg als Profi!
Ein geiles Gefühl !
Und es sollte so weitergehen:
Griechenland, Polen, Österreich = Etappensiege ! Auch bei vielen Rennen dazwischen waren wir vorn mit dabei.
Es war eine tolle Zeit.
Grundlage dieser Erfolge ist eine funktionierende Mannschaft mit gegenseitiger Achtung, Respekt, Vertrauen in die eigene und die Leistung des anderen
und vor allem Spass am Radfahren.
Dieses Teamwork hat bei NSP super geklappt!
Vor allem unserem sportlichen Leiter Lars Wackernagel ist es zu verdanken,
dass aus diesem bunten Haufen verschiedener Fahrer (Alter, Erfahrungen, Qualitäten, Ansichten usw.) ein schlagkräftiges Team geformt wurde.
Juli 2011:
Die Kehrseite der Medaille.
Es war wohl ein Mix aus verschiedenen Gründen, der mein plötzliches Formtief bewirkten:
mein Einsatz als Stagiare bei GEOX:
Natürlich ist plötzlich die Erwartung an einen selbst riesig groß,
in einem Pro Continental Team Rennen zu fahren.
Zusammen mit Menschow, Cobo, Sastre vielleicht irgendwann zur Tour!
Da trainierst du 12 Jahre lang fast täglich auf dem Rennrad, und dann bist du plötzlich deinem Traum so nahe!
Aber schon im Juli bei der DM- Bahn im Berliner Velodrom hab ich gemerkt, dass meine Form nicht mehr gut war.
Es gab zwar zwischendurch immermal Momente, wo ich dachte, jetzt platzt wieder der Knoten, aber dem war nicht so.
Ich war ausgepowert, hatte keinen Druck mehr und der Kopf war voller Sorgen , Zweifel und Probleme.
Das Resultat ist an meinen Ergebnissen und Leistungen zu sehen. Es gab nicht viel in dieser Zeit, auf das ich hätte stolz sein können:
weder der Einsatz als bei GEOX in der USA (wo für mich bei normaler Form viel mehr drin gewesen wäre) noch die Rennen in Belgien, Holland und Deutschland...
Es lief einfach nicht.
Aber ich bin froh,in dieser Situation Menschen an meiner Seite gehabt zu haben, auf die ich mich verlassen konnte, die mir zugehört und geholfen haben.
Auch 2012 werde ich als Sprinter dem Team NSP zu Verfügung stehen und für dieses eine Ziel kämpfen:
Rennen zu gewinnen!
Und ich werde die Bedingungen dafür schaffen, dass dieses monatelange Tal der Erfolglosigkeit durch mich nicht wieder durchschritten werden muss.
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| 17.august |
USA Rundfahrten
Meine erste Chance als Stagiaire für das Team GEOX-TMC habe ich nicht genutzt.
1. Tour of Elk Grove
Die 1. Etappe (Zeitfahren) mit Platz 61 lief ganz gut.
Auf der danach folgenden 155km- Etappe (Distance und Profil ganz nach meinem Geschmack) bin ich total eingebrochen;
in der 6. von 10 Runden wurde ich aus dem Rennen genommen.
Die Beine wollten einfach nicht mehr, ich war völlig erschöpft und der Akku war leer.
Ich kann mir diese schwache Leistung nicht erklären; vielleicht das Ergebnis von zu hohen Erwartungen und Jetlag.
2. Tour of Utah
Fortsetzung des Dramas:
Eine tolle Rundfahrt; perfekt organisiert, hochkarätig besetzt, sehr sehr anspruchsvolle Etappen.
Mit dem Prolog (2km) war ich zufrieden,
die 1. Etappe (180km ; 2500 Höhenmeter) fuhr ich dann bis vor dem letzten Berg ca.50km vor dem Ziel in einer Gruppe knapp hinter dem Hauptfeld;
dann technischer Defekt und kein Ersatzrad da!
Ein zufällig am Wegesrand stehender amerikanischer Tourist hat die Szene beobachtet und mir kurzerhand sein
Rennrad geliehen. (zufällig auch ein FUJI-Rad, ein ähnliches Modell, wie das von GEOX)
Mit diesem Rad bin ich dann ins Ziel gefahren (vorletzter Platz und 20min Rückstand),
der nette Radsportfan ist im GEOX-Begleitwagen die Etappe zu Ende gefahren und hat dann mit Dank sein Rennrad zurückbekommen.
Die 2.Etappe mit nur 850 Höhenmetern war die einzige, bei der die Sprinter wirklich eine Chance hatten.
Ich hab leider den Sprint am Ende der Etappe taktisch ein wenig falsch eingeschätzt und
hatte dann zum Schluss auch keine Kraft mehr. Das Resultat war Platz 20.
Mit dem Ergebnis der Etappe 3 (Einzelzeitfahren im Miller-Motorsportpark) war ich zufrieden.
Die Rundfahrt endete für mich nach Etappe 4 (132km; 11 Runden mit insgesamt 2200 Höhenmetern).
4 Runden vor Schluss: wieder technischer Defekt!
Ich musste auf das Rad vom neutralen Materialwagen ausweichen, denn das Teamfahrzeug fuhr mit den Ersatzrädern hinter der Spitzengruppe.
Der Wechsel auf das Rad hat zu lange gedauert und ich verlor dadurch den Anschluss an das Feld.
Im Ziel hatte ich die 5% Karrenzzeit überschritten und musste dadurch die Rundfahrt beenden.
Schade, denn meine Form wurde von Tag zu Tag besser.
Danke an GEOX, die mir die Möglichkeit geboten haben, in Amerika diese Rennen zu bestreiten.
Gern hätte ich meine wirklichen Fähigkeiten unter Beweis gestellt,
aber vielleicht kann ich in den noch folgenden Stagiare-Einsätzen zeigen, was ich kann.
Auf der Webseite von GEOX gibts einen Rennbericht und Fotos. 
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| 28.juli |
Team GEOX-TMC
Die Meldung von www.radsport-news.com ist korrekt:
ab dem 1.August fahre ich für das spanische Team GEOX-TMC als Stagiaire.
Meiner Aussage,
... „Das ist eine Riesenchance für mich, die ich unbedingt nutzen möchte“, ist nichts hinzufügen.
Der Manager meines TEAM NSP hat die Situation in bezug auf den Wechsel zum TEAM GEOX-TMC gegenüber radsport-news.com
treffend beschrieben. ( nachzulesen)
Nach dem Rennen im Bad Homburg fliege ich also in die USA und starte dort für GEOX bei zwei Rundfahrten in Illinois und Utah.
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| 18.juni |
Etappensieg in Österreich !
Doppelsieg für das TEAM NSP :
2.Etappe der Oberösterreichrundfahrt von Wels nach Altheim:
Jacob Fiedler wird zweiter und ich gewinne !
Danke an meine Teamkollegen.
Das Finale dieser Etappe habt ihr maßgeblich geprägt.
Ich habe letztlich eure Vorarbeit nur (erfolgreich) vollendet.
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| 12.juni |
neuseen classics (Leipzig)
Herrliches Sommerwetter (kaum Wind, 23°C und Sonnenschein) 170km leicht welliges Terrain im Süden von Leipzig;
und ein kleines aber feines Fahrerfeld ließen uns folgendes erahnen:
spätestens bei Kilometer 60 (Bergprämie) steht die entscheidende , etwa 40 Fahrer umfassende Gruppe, die dann die Sache unter sich ausmacht. Von jedem Team mindestens zwei Fahrer dabei...
der Rest des Feldes dann hat eben Pech gehabt und hofft auf die Teamkollegen.
War aber nicht so !
Die 4 -Mann- Gruppe , die sich abgesetzt hat war einfach zu klein.
Sie konnte nicht durchkommen. Das Team BDR Nationalmannschaft mit Sebastian Lang an der Spitze und auch unser NSP-Team haben entscheidend dazu beigetragen, die Ausreißer wieder zu holen.
15 Kilometer vor dem Ziel sah es aus aus NSP-Sicht optimal aus : noch alle Fahrer dabei; der Zug war sozusagen komplett und der Massensprint mußte nur noch gewonnen werden.
Etwa 5 km vor dem Ziel viel dann die Entscheidung: Defekt an meinem Vorderreifenn ! So eine Sch...e !!!
Rad gewechselt und zurück in´s Feld.
Der erhoffte Sprint im NSP-ZUG fand also nicht statt.
Jeder von uns sprintete auf eigene Rechnung; ich wurde Fünfter und Fied wurde (unglücklicher) Vierter.
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| 30.mai |
Bayern Rundfahrt
800km durch Bayern.
Und für mich, da ich ja nun wirklich kein Bergfloh bin, kein Zuckerschlecken.
Ich hab mich ganz schön gequält, und im aus heutiger Sicht betrachtet, war das gut so.
Man wir wieder geerdet;
ist nach den Erfolgen in den Wochen davor wieder in der Realität zurück und erkennt seine Leistungsgrenzen.
Insbesondere dann wenn ich vor Erschöpfung schon über Kreuz gucke, weil Anstiege so hart waren und so aggressiv angefahren wurden.
Und dann kommt Thomas Vöckler an mir vorbeigeschossen, ein Lächeln im Gesicht und mit seinem Nachbarn quatschend ...
Aber ich bin dennoch nicht deprimiert, hab in dieser Woche ´ne Menge gelernt und gelitten
und ich würde gern nächstes Jahr wiederkommen.
Im Zusammenhang mit der Bayern Rundfahrt veröffentlichte die HEILBRONNER STIMME einen Bericht über das TEAM NSP, den ich gut gelungen und realistisch finde,
und den ihr nachlesen könnt.
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| 22.mai |
Skoda Velothon Berlin
Natürlich kann man nicht jedesmal gewinnen. Ist ja logisch.
Aber bei diesem Rennen wollte ich unbedingt auf dem Treppchen stehen !!!
Meine Form ist gut und das Rennen lief optimal:
Gruppe bei Kilometer 20 weg; kurz vor dem Ziel eingeholt und dann der Spurt des kompletten Feldes. So etwa hatte ich mir das vorgestellt.
Ich hatte mir das Hinterrad von A.Greipel gesucht und diese Entscheidung war an diesem Tag die falsche.
Ich kann mit dem 10.Platz nicht so richtig zufrieden sein; ich hatte an diesem Tag eine riesen Chance. Schade.
Aber trotzdem: ein tolles Rennen in meiner Heimatstadt Berlin!
Wer hätte denn gedacht, bei einem Radrennen mal durch das Brandenburger Tor, um die Siegessäule oder über den Flughafen Tempelhof zu ballern ?
Tolle Stimmung war auch unterwegs in den vielen Dörfern und in Ludwigsfelde.
Fotos vom TEAM NSP beim Velothon Berlin könnt ihr sehen
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| 7.mai |
Etappensieg in Polen!
Ich habe heute die 3.Etappe der Rundfahrt Szlakiem Grodòw Piastowskich
im polnischen Lubin gewonnen!
Gestern noch vierter hinter E.Baumann geworden,
konnte ich heute den Sprint für mich entscheiden!
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| 17.april |
Etappensieg in Griechenland!
Zweite Rundfahrt - mein dritter Etappensieg !
Und wer kann das schon sagen:
Unser TEAM NSP hat die Etappe von Marathon nach Athen gewonnen !!
Diese historische Strecke !
Außerdem NSP-Doppelschlag: Fied (Jacob Fiedler) wird zweiter und ich gewinne !!
und nicht zuletzt : Markus Fothen wird 3.der Gesamtwertung
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| 13.april |
Etappensieg in Griechenland!
Zweite Rundfahrt - zweiter Etappensieg !
..... von mir aus kann das immer so weitergehen
1.Etappe der Tour of Hellas:
Zielankunft mit Massensprint - unser NSP-Team arbeitet hervorragend zusammen - und ich werde Etappensieger.
Tolle Sache! Danke an die Mannschaft!
Ich freue mich auf die Fahrt morgen im gelben Trikot.
Den Zielsprint könnt ihr auf YouTube sehen
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| 27.märz |
Etappensieg in Frankreich!
Mein erster Sieg als Profi !!
8. und letzte Etappe der Tour de Normandie in Frankreich:
nachdem schon bei der 6.Etappe dieser Rundfahrt durch gute Zusammenarbeit mit meinen NSP-Teamkollegen ein 3. Platz für mich rausgesprungen ist, hat es heute geklappt:
Mein erster Sieg als Profi. ... und natürlich bin ich total happy !
Wir haben als Team prima funktioniert und auch auf den drei kniffeligen Schlussrunden alles zusammengehalten.
So sehr ich mich über meinen Sieg auch persönlich freue –
es ist definitiv ein Sieg des gesamten Teams.
Danke an alle, die dazu beigtragen haben.
Ausführliche und authentische Berichte von den Etappen der Normandie-Rundfahrt könnt ihr auf der NSP-Webseite nachlesen. (verfasst von Jacob)
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| 19.februar |
Umzug nach Heilbronn
Rückkehr am 17.02. aus Spanien
1700 km gefahren (also wie immer) im 14-tägigen Trainingslager auf Malle
hat Spaß gemacht; unser TEAM NSP ist eine gute Mischung und
ich bin sehr gespannt und freue mich auf unsere ersten Rennen
Am Montag, den 21.02. verlasse ich meine Heimatstadt Berlin
und ziehe um nach Heilbronn;
Ich hoffe, das Teamfahrzeug von NSP ist groß genug für den Transport der Klamotten von Fied (Jacob Fiedler) und mir.
Wir freuen uns auf die neue Wohnung, die uns unser Sponsor NSP zur Verfügung stellt. |
| 27.januar - 01.februar |
Berliner Sechstagerennen
Sechstagerennen wieder zu Hause in Berlin !
Ich war ja nun schon auf vielen Bahnen unterwegs, aber diese Stimmung hier im Velodrom ist nicht zu toppen. Das ist einmalig !
Danke an das Berliner und Brandenburger Publikum !
Mit meinem Partner Andreas Müller haben wir uns vorgenommen, am Ende in die Top Ten zu fahren.
Heute, am 31.01. nachmittags, sind wir elfter und ganz bestimmt holen wir noch die vor uns liegenden Tschechen. Vielleicht geht auch noch mehr.
Manchmal ist es wie verhext: da versuchst du während einer Jagd fünf oder sechs Mal die Runde rauszufahren , die du so dringend brauchst, aber sie lassen dich einfach nicht weg! ... und am nächsten Tag hast du Glück und ratz fatz bist du eine Runde rum.
Macht Spaß mit Müller, der hat ein gutes Auge. Da kann ich noch einiges von ihm lernen. Und ist immer gut drauf der Typ.
Also, ich muss jetzt ins Velodrom. Ich hoffe, ich hab heut gute Beine.
Wie gesagt, Top - Ten -Platzierung ist unser Ziel.
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| 13.-18.januar |
Sechstagerennen in Bremen
Ich bin hier in Bremen angetreten, um mindestens achter der Gesamtwertung zu werden.
Und die Chancen dazu, dieses realistische Ziel gemeinsam mit meinen Partner Thomas Juhas ( mit dem ich ja beim KED-Bianchi Rad-Team Berlin gefahren bin) zu erreichen, standen nicht schlecht.
Nach der ersten Nacht waren diese Träume zerplatzt.
Thomas hat sich ein neues Bahnrad besorgt, das wohl nicht optimal gepasst hat.
Und irgendwann bei der ersten großen Jagd bekam er Krämpfe...
Ihr könnt die Einzelheiten nachlesen.
Jedenfalls liegt unser Team auf dem letzten Platz. Wir haben inzwischen so viele Runden kassiert (bzw. die anderen haben die Runden rausgefahren), dass uns kaum noch jemand die rote Laterne abnehmen kann.
Es gibt nichts zu beschönigen, wir sind mit dieser Leistung letzter der Gesamtwertung und dafür kann ich mich nur entschuldigen.
Selbstverständlich werden wir durchfahren.
Die Gesamtwertung ist gegessen, aber mal sehen,
was in den Einzelwettbewerben möglich ist.
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| 7.-11.januar |
Rotterdam
Das Jahr 2011 begann für mich, wie das alte aufgehört hat: UIV- Cup Bahnrennen.
Diesmal fuhr ich mit meinem früheren KED-BIANCHI- Kollegen Theo Reinhardt
vom 7. bis 11. Januar in Rotterdam:
Gegen die späteren Sieger Markus/Stahr (Ger) war kein Kraut gewachsen.
Nach schlechtem Start steigerten wir uns bis auf Rang 3 der Gesamtwertung.
Vielleicht wäre auch der zweite Platz drin gewesen;
wenn ich aber bedenke,
dass ich kurz vorher noch mit einer Erkältung zu kämpfen hatte, kann ich letztlich zufrieden sein.
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