25.mai   
  Bayern-Rundfahrt 2012

Ich beschreibe meine Situation mal positiv: es geht wieder besser.
Nach 2 Tagen der totalen Quälerei war der Tritt heute wieder runder,
die Beine lockerer und zum Schluss konnte ich sogar noch ein bischen mitsprinten
(Platz 15 heute).
Ich mag über die ersten beiden Etappen gar nicht nachdenken:
es lief überhaupt nicht; die Beine waren wie Blei,
ich bin die bayrischen Berge regelrecht hochgekrochen.
Und ich kann nicht einmal erklären, woran das lag.
Ich bin ja eigentlich aus Luxembourg mit einer guten Form gekommen...
Also abhaken !
Morgen ist Zeitfahren und am Sonntag gibts auf der letzten Etappe zwei Aufgaben:
1. das Bergtrikot absichern
(wer hätte dem Ratte / Steffen Radochla das zugetraut ??)   und
2. ich sprinte in die Top 10

20.mai   
  Flèche du Sud 2012

Eigentlich hatte ich mir in Luxembourg vorgenommen, eine Etappe zu gewinnen.
Hat leider nicht geklappt, obwohl ich zwei Mal dicht dran war:
auf Etappe 2 haben wir leider die Ausreisser nicht mehr rechtzeitig eingeholt
und auf der letzten Etappe wurden wir (also mein Anfahrer Lucas Schädlich und ich) 500m vor dem Ziel in Führung liegend abgedrängt.
Ich musste einer Verkehrsinsel ausweichen, habe dadurch Zeit und Plätze verloren, konnte dann aber doch noch Platz drei erobern.
Insgesamt bin ich dennoch zufrieden:
meine Form ist o.k. , die Kniegelenke bereiten keine Probleme mehr und motiviert bin ich sowieso.
Also, auf zu neuen Taten!

15.mai   
Erneuter Sieg in Polen !!!!

Rundfahrt Szlakiem Grodòw Piastowskich:
ich habe die 3.Etappe durch einen
Sprintsieg auf regennasser Strasse in Polkowice gewonnen!
Wie im letzten Jahr konnte ich auch diesmal diese Etappe für mich entscheiden.
Die letzten 1000m waren wegen dem regennassen Kopfsteinpflaster sehr gefährlich.
Aber ich bin volles Risiko gegangen. Wer wagt, gewinnt eben auch manchmal!

ENDLICH wieder ein Erfolg
für unser Team NSP-GHOST und mich.


15.april    2 gute Nachrichten:
ich kann auch nach 180km-Radrennen immer noch gut sprinten und
ich habe auch bei Belastung keine Schmerzen mehr in beiden Knien.
Schade, zum Schluss habe ich heute den Sprint zwar gegen Eric Baumann knapp verloren, aber eigentlich war ich nur der "Reservesprinter". Nämlich für den Fall , dass Jacob Fiedler irgendwas passiert. Kurz vor dem Ziel hatte Fied technischen Defekt:
also Plan B:
Thömel sprintet.
Gesagt, getan-und zweiter geworden.
Hat wieder richtig Spaß gemacht!

Was meine Form aber wirklich wert ist, wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen.
05.april    das Frühjahr 2012:

viele Kniegelenkbehandlungen bei verschiedenen Ärzten,
alle 4 Weißheitszähne gezogen, dann Optimierung meiner Position auf dem Fahrrad (Sitzhöhe und -neigung,Lenkervorbau, Pedalstellung und - drehung ... - übrigens Danke an - tolle Arbeit!!)
und zwischendurch immer wieder Training, wenn es möglich war. So verliefen die letzten 6 Wochen. Klar, den Saisonstart hab ich mir anders vorgestellt. Aber ich gehe davon aus, dass das Leiden jetzt ein Ende hat.
Ich habe jedenfalls in beiden Knien keine Schmerzen mehr.
Zwei Rennen bin ich in diesem Frühjahr gefahren, weitere werden folgen und meine nächsten beiden Ziele habe ich klar im Visier:
die Bayernrundfahrt und das Pro-Rennen in Berlin. Endlich wieder Rennen Fahren ! Ihr glaubt gar nicht, wie beschissen es ist, von den ersten Rennen und Rundfahrten der Saison zu hören und zu lesen und währenddessen Hause in Berlin durch die Wohnung zu humpeln!
Gut, dass die Verantwortlichen des Teams mir die Zeit zum Gesundwerden gelassen haben.

15.februar   
Abbruch Team-Trainingslager auf Malle

Gestern abend bin ich vorzeitig aus dem Trainingslager zurückgekehrt.
Unser Team NSP-Ghost bleibt noch bis Freitag auf Malle und beendet dann dort das Trainingslager.
Der Grund meiner ungewollten Rückkehr:
massive Probleme mit meinem rechten Kniegelenk.
Das ist dermaßen dick und entzündet, dass ich einfach nicht mehr trainieren konnte. Ich war inzwischen beim Arzt, Freitag gehts zum MRT und Montag, den 20.02.12 dann die Diagnose.
Hoffentlich werd ich schnell wieder fit,
mit meiner Form im Trainingslager war ich sehr zufrieden.
Und die Saison geht ja jetzt erst los.

02.februar   
Mein viertes Sechstagerennen in Berlin ist vorbei.

Die letzen Tage waren nicht nur an der Spitze sehr spannend, sondern auch bei uns im Kampf um Platz zwölf:
Wir hätten uns mit einem Rundengewinn gegen die Italiener gern noch verbessert, das ist uns aber leider nicht gelungen.
Die klebte wie Kletten an unseren Hinterrädern.

Ich ging zum ersten Mal als zwar jüngerer, aber dafür "erfahrenerer" Bahnfahrer an der Seite
des 31- jährigen ex-Milram Profis Björn Schröder an den Start und konnte sozusagen meine Sixdays-Erfahrungen an ihn weitergeben.
Am ersten Tag waren wir über jeden gelungenen Wechsel froh, doch am letzten Tag war es dann genau andersrum:
die Wechsel funktionierten gut
und wir konnten dadurch eine menge Kraft sparen.

Was unseren 13.Platz der Gesamtwertung betrifft
(über den der eine oder andere sich auch enttäuscht geäußert hat):
Wir müssen die Kirche auch im Dorf lassen:
Das war erst mein 6.Sechstagerennen; Björn war das zweite Mal dabei und:
die anderen Teams, auch die Russen, Amerikaner oder Italiener sind Profis wie wir und wenn auch nicht um den Sieg, dann wird hinten dennoch um Platzierungen und um die Ehre gekämpft. Von allen.
Und das ist genauso anstrengend.
Dazu kamen noch unsere technische Mängel und taktische Fehler vor allem an den ersten Tagen des Sechstagerennens.
Also: ich seh´s positiv: die Rennen haben richtig Spaß gemacht und ích hab `ne Menge gelernt.

Vielen Dank an Dieter Stein für die Einladung und an alle, die uns die Daumen gedrückt haben:
die Fans in der radioBerlin 88.8 - Kurve, meine Freundin Sandra, mein Vater und die vielen anderen Fans.

Zum Schluss noch ein Satz
zu unserem Sponsor radioBerlin 88.8 :
Ihr habt zu uns gehalten, habt uns auch als den 13. der Gesamtwertung live oder ins Studio zum Interview geholt.
Und uns Mut gemacht. Ihr seid `ne echt coole Truppe, es hat Spaß gemacht und Ihr habt sogar mich zum lockeren Plaudern gebracht!
Meinetwegen könnten wir nächstes Jahr an der Stelle weitermachen.
Danke für die Unterstützung.


27.januar   
Sechstagerennen in Berlin;
Der erste Tag ist vorbei und zufrieden bin ich nicht.
Die Wechsel (also das Ablösen zwischen Björn und mir mit dem sogen. Schleudergriff) klappen nicht richtig.
Das kostet Kraft und Nerven.

Ich glaube aber dass wir dieses Problem in den kommenden Tagen in den Griff bekommen.
Unsere Form ist nicht so schlecht, wie das Resultat im Gesamtklassement vermuten läßt. Platz 14 von 16 Teams ist nicht unser Ziel.

Danke an unsere Fans in der radioBerlin 88.8 - Fankurve !
Macht bitte weiter so, euer Anfeuern hilft wirklich.
Heute abend gegen 20.00 Uhr beginnt Tag 2.
Wir werden weiter angreifen!


25.januar   
Morgen früh ab 7.45 Uhr:
Radio einschalten und zuhören !

Björn und ich sind bei radioBerlin 88.8. Live im Studio.
Wir beide bilden bei den Sixdays in Berlin das 88.8- Team. Die Reporter des Senders werden hautnah direkt vom Rennen im Velodrom berichten und uns praktisch permanent am Hinterrrad kleben.


Wir sehen uns morgen ab 20.00 Uhr im Berliner Velodrom :
Daumendrücken für Team Nr. 6 / radioBerlin 88.8 !



19.januar    2012

Endlich hat die Saison 2012 begonnen!

Das letzte Rennen lag schon mehr als drei Monate zurück.
Es wurde also Zeit.
Die Sixdays in Bremen haben gerufen und ich bin gern gekommen.
Auf dem kurzen, aber knackigem Holzoval (166m Runde),
konnte ich, an der Seite von Jesper Mørkøv, zum ersten Mal in diesem Jahr meine „Winterform“ testen und wertvolle Wettkampferfahrungen sammeln.
Im Großen und Ganzen war ich mit meinen Leistungen zufrieden: die ersten Tage verliefen ein bisschen schleppend,
aber ab Sonntag wurde der Tritt immer runder.

Neben den Siegen beim Dernyrennen oder Ausscheidungsfahren, erreichten wir den neunten Platz der Gesamtwertung.

Da die Form langsam im Kommen ist, freue ich mich schon auf mein Heimrennen,
das Sechstagerennen im Berliner Velodrom.

Ich hoffe ich sehe euch alle unter den Zuschauern!



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 © Tino Thömel   2012
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